Die Toilette – ein äußerst dringlicher Ort

„Toilette machen“, „Nase pudern“, „Geschäftliches erledigen“ – das sind nur einige Umschreibungen dafür, wenn Frau oder Mann einem dringenden Bedürfnis nachgehen muss. In Europa gibt es, die Toiletten-Kultur betreffend, beträchtliche Unterschiede, die manchem Bürger befremdlich erscheinen mögen. Wir Deutschen sind das edle Porzellanbecken gewohnt, das sich einem Badraum optisch ansprechend anpasst und leicht zu reinigen ist. Das war nicht immer so und gehört in vielen Regionen auch heute noch nicht zum Standart.

Plumpsklo

Wer noch nie auf einem Plumpsklo oder „Donnerbalken“ seine Notdurft verrichten musste, weiß nicht, wie Fäkalien riechen. Plumps- und Außenklosetts findet man gelegentlich auf dem Land oder in Gartenanlagen. Inzwischen werden diese unhygienischen Örtlichkeiten immer öfter von Chemietoiletten abgelöst, sofern keine Möglichkeit besteht, Wasserklosetts (WC) einzurichten. Das Holzhäuschen mit Herz in der Tür besitzt maximal noch in alten Filmen romantisches Flair. In der Realität ist ein Plumpsklo keineswegs mehr empfehlenswert. Krankheiten wie die gefürchtete Ruhr (eine Darmerkrankung, die zum Tod führen kann) wurden durch die Benutzung solcher Toiletten übertragen. In Osteuropa erschrecken einfache Löcher im Boden den Touristen. In manchen Ländern wird aus religiösen Gründen nicht mal Toilettenpapier benutzt. Unvorstellbar für den hygienebewussten Deutschen!

Moderne Toiletten – ein Glücksfall

Zum Glück ist die Porzellanindustrie auf dem neusten Stand und bietet für die moderne Toilettenausstattung Porzellan-, Kunststoff- und sogar Marmorbecken an. Auch beliebt sind Bidets, die ihren Ursprung im peniblen Frankreich haben und heute gern in den USA verwendet werden. Bei uns findet man Bidets vorwiegend in Krankenhäusern oder Geburtsstationen. Aber das ist ein anderes Thema.